Hormontherapie bei Brustkrebs

Hormontherapie bei Brustkrebs

Bei schweren Nebenwirkungen weisen die Studien auf einen Nachteil von Abemaciclib hin. In den Gruppen, die Abemaciclib erhielten, traten im Mittel ( Median) bei etwa 65 von 100 Frauen schwere Nebenwirkungen auf. Die Dosierung hängt von der Verträglichkeit und den Nebenwirkungen ab und kann individuell angepasst werden. Abemaciclib hemmt die Zellteilung der Krebszellen und soll so das Tumorwachstum bremsen.

  • Signifikant dagegen war der Unterschied in der Überlebenszeit.
  • Alternativ kann auch eine sequenzielle Behandlung (zwei Jahre Letrozol gefolgt von drei Jahren Tamoxifen) in Betracht gezogen werden.
  • In zwei großen Studien (ABCSG 8 und ARNO; ES-031-Studie) konnte eine erhebliche Risikoreduktion gegenüber einer 5-jährigen Tamoxifentherapie belegt werden.
  • Daher werden sie in der Regel auch nur bei Frauen eingesetzt, bei denen die Wechseljahre bereits abgeschlossen sind, bei denen also die Regelblutung bereits aufgehört hat und die Östrogenhemmung primär nur noch auf den Tumor wirkt.

Eine für Aromatasehemmer typische Nebenwirkung ist der Verlust der Knochenmineraldichte und folglich ein erhöhtes Osteoporose- und Frakturrisiko. Die S3-Leitlinie »Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms« empfiehlt daher eine regelmäßige Kontrolle der Knochendichte vor und während der Therapie. Die häufigsten Nebenwirkungen von Letrozol ergeben sich aus der antihormonellen Wirkung und ähneln denen von Estrogenmangel-bedingten Wechseljahresbeschwerden. Dazu zählen unter anderem Hitzewallungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Stimmungsschwankungen. Bei Frauen, bei denen der Hormonstatus nicht eindeutig ist, muss dieser vor Behandlungsbeginn bestimmt werden. Anhand der Molekülstruktur unterscheidet man nicht steroidale und steroidale Aromatasehemmer.

Mammakarzinom: Letrozol besser als Tamoxifen

Neben Letrozol kommen weitere Aromatasehemmer wie Anastrozol und Exemestan bei Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs als antihormonelle Therapie bei postmenopausalen Frauen zum Einsatz. Hinweise auf Tendonitis und Sehnenrisse finden sich jedoch in den Fachinformationen von Anastrozol und Exemestan nicht[3,4]. Die empfohlene Dosierung beträgt einmal täglich 2,5 mg Letrozol. Die Tabletten sollten immer zur gleichen Tageszeit unabhängig von den Mahlzeiten und unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden. Die Einnahme sollte beim fortgeschrittenen oder metastasierten Mammakarzinom so lange erfolgen, bis eine Progression des Tumors festgestellt wird.

Ob und welche EAT für Sie sinnvoll ist, muss von Ihrem individuellen Risiko und Ihren Erfahrungen mit der adjuvanten Antihormontherapie abhängig gemacht werden. Diese Fragen können und sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen. Bekannter dürfte das Risiko der Sehnenruptur und Sehnenentzündung in einer ganz anderen Arzneimittelklasse sein – den Fluorchinolonen.

Digitale Therapiebegleitung mit proaktiver Intervention

ChemotherapieEine Chemotherapie basiert auf der Erkenntnis, dass sich Krebszellen schneller teilen als gesunde Körperzellen. Sie sind daher für die Chemotherapeutika deutlich empfindlicher. Da aber die Behandlung für alle Körperzellen eine Belastung darstellt, treten auch teils starke Nebenwirkungen auf. Wenn der Brustkrebs nicht hormonabhängig ist oder schon lokal fortgeschritten ist oder bestimmte Merkmale einer größeren Aggressivität festgestellt werden wird häufig eine Chemotherapie empfohlen. In Grenzfällen ist die Abwägung zwischen Nutzen und Nebenwirkungen der Chemotherapie schwierig.

Aromatase-Inhibitoren hemmen das Enzym Aromatase (CYP19) und dadurch die endogene Estrogenbiosynthese primär in peripheren Geweben einschließlich dem Mammakarzinomgewebe. Estrogeninduzierte Wachstumsstimuli kommen daher bei postmenopausalen Frauen unter Aromatasehemmung fast vollständig zum Erliegen. Sport oder andere körperliche Aktivitäten, eine gesunde Ernährung mit viel Kalzium und Vitamin D können der Osteoporose während einer antihormonellen Therapie vorbeugen. Bei Patientinnen, die bereits vor Beginn der Hormonbehandlung eine niedrige Knochendichte („Osteopenie“) aufweisen, kann der vorbeugende Einsatz von Bisphosphonaten oder des Antikörpers Denosumab sinnvoll sein. Meist lassen sich die Nebenwirkungen der antihormonellen Therapie durch gesunde Ernährung und Sport und Bewegung mildern. Wichtig ist allerdings, dass keine Hormonpräparate oder Wirkstoffe eingesetzt werden, die die Effektivität der antihormonellen Therapie mindern können (u. a. Johanniskraut, Sojaprodukte, Antidepressiva).

Erweiterte adjuvante endokrine Therapie (EAT) in der Prämenopause

Nicht steroidale https://bloomroom.ezi-pos.me/wo-kann-man-legal-steroide-fur-das-krafttraining/ wie Letrozol hemmen die Aromatase durch kompetitive Bindung an das Häm des Cytochrom-P450 des Enzyms. Steroidale Aromatasehemmstoffe wie Exemestan inaktivieren das Enzym hingegen irreversibel. Durch die Blockade des Enzyms entzieht man den Tumorzellen sozusagen auch noch diese geringen Mengen an Estrogen, wodurch ihr Wachstum gehemmt wird. Eine ausreichende Verminderung der Estradiolproduktion bewirken Aromatasehemmer allerdings nur in den peripheren Geweben, nicht in den Eierstöcken. Daher sind sie nur für Frauen geeignet, die sich bereits in der Postmenopause befinden. Aromatasehemmer wie Letrozol hemmen das Enzym Aromatase, das maßgeblich an der körpereigenen Estrogenproduktion beteiligt ist.

Der belehrende Wert der Studie richtet sich also vor allem an Männer, die keine anabolen Steroide verwenden und den Konsum eines Aromatasehemmers in Erwägung ziehen, um die körpereigene Testosteronproduktion zu erhöhen. Auch wenn ein solches Vorgehen unwahrscheinlich erscheint, ist es in der Praxis dennoch weiter verbreitet als angenommen. Studien mit dem aromatasehemmenden WirkstoffLetrozol enthüllten einen ausgeprägten Effekt auf die gesteigerte Testosteronsynthese und eine verbesserte Insulinsensivität, allerdings ermittelt mit weniger genauen Messmethoden. Andere Experimente mit Medikamenten dieser Art zeigten keine Auswirkungen auf die Insulinsensivität.

Das Wiederauftreten der Erkrankung, ein Krebsbefall in der gesunden Brust sowie die Streuung der Krebszellen in andere Organe konnte in vielen Fällen verhindert werden. Das Rückfallrisiko von Brustkrebspatientinnen, das durch Tamoxifen bereits etwa halbiert wird, verringert sich dank Anastrozol noch einmal um 26 % (siehe Abb. 1). Neben der gesteigerten Wirksamkeit konnten die Aromatasehemmer aber auch mit einer besseren Verträglichkeit punkten.

Einige Brustkrebstherapien können die Wirksamkeit von Medikamenten zur Gewichtsabnahme einschränken

Beispielsweise für das Antibiotikum Ciprofloxacin wird die Nebenwirkung Sehnenruptur in der Fachinformation mit der Häufigkeit „sehr selten“ angegeben. Off Label wird Letrozol unter anderen zur Ovulationsauslösung bei Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCO) sowie zur Hormonbehandlung von Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch eingesetzt. Aufgrund der klinischen Vorteile könnte Exemestan auch bei der Behandlung des Frühkarzinoms eine Rolle spielen. Hier ist die Chance einer vollkommenen Tumor-Eradikation am größten.

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